Neues aus der Eurobondgiftküche

+++ „Kerneuropa-Bonds“ statt Euro-Bonds‎ geplant +++
Quelle: Kompakt-Nachrichten

(gb). Frankreichs Präsident Sarkozy ist sich mit Merkel sicher einig. Die Bundeskanzlerin machte einen Vorschlag, und der lässt nichts Gutes ahnen: die Dreifach-A-Länder sollen Eurobonds aufnehmen und so für den Rest der EU, offiziell die Wackelkandidaten, zahlen. Bei den Ländern mit der höchsten Bonitätsstufen handelt es sich um: Deutschland, Finnland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und Österreich. Auffällig ist, dass es sich mit Ausnahme von Deutschland um recht kleine Staaten handelt, die sicherlich nur den kleinsten Teil der Last übernehmen könnten, wenn sie denn wollten.

Mit diesem Trick, der wahrscheinlich aus dem Hause Sarkozy stammt, wird die höchste Bonitätsstufe, bisher ein Gütesiegel und Garant für niedrige Zinsen, ins Negativ verkehrt. AAA bedeutet dann in Zukunft höhere Schulden, erhöhte Zinszahlungen und dies alles für die Schulden anderer Länder. So kann man es auch machen – ein geschickter Schachzug.

Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) bestätigte diesen Vorgang nicht, dementierte ihn allerdings auch nicht. Die Kanzlerin will auf dem EU-Gipfel am 8. Dezember eine Entscheidung herbeiführen. Die dürfte leicht zu erreichen sein, da mit diesem Plan Deutschland die Hauptlast zu tragen haben wird; die kleineren Länder werden sich wohl kaum beteiligen und Ausnahmeregelungen durchsetzen. Ansonsten wird dann demokratisch entschieden: Deutschland hat zu zahlen. Die Deutschen werden kollektiv in die Pflicht genommen. Inzwischen wird aus Berlin heftig dementiert, man wird sehen, was aus diesen Dementis noch werden wird.

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